19/01/2010

Mittlerweile ist der soziale Aspekt eines Friseurbesuchs für Kunden von weitaus geringerer Bedeutung, als dies noch vor einigen Jahren der Fall war. Friseure müssen heutzutage vor allem kaufmännisch denken und handeln – Zeit und Umsatz sind die entscheidenden Faktoren, Kunden müssen schnell und effizient bedient werden, denn der Konkurrenzdruck und der Preiskampf unter den Salons wird immer härter. Häufig fühlen sich Chefs und Angestellte, auch wenn dies selten ausgesprochen wird, dem Druck nicht mehr gewachsen. Demotivation und zunehmende Existenzangst sind die Folge.

Viele Auszubildende im Friseurhandwerk haben das Problem, nach ihrer Ausbildung nicht übernommen zu werden und dadurch keinen direkten Anschluss an die „normale“ Arbeitswelt zu finden. Wenn diese dann, vom Arbeitsamt gefördert, ihren Meisterbrief erwerben, sehen sie sich mit ihrem neu eröffneten Salon häufig diversen Widrigkeiten ausgesetzt. Zu viele Salons, das bedeutet zu wenige Kunden und zu wenig Umsatz für den Einzelnen – das wirtschaftliche Überleben fällt vielen jungen Selbstständigen daher schwer.

Friseure müssen neuen Trends und Produkten offen gegenüber stehen, ein solides Grundwissen und das Bemühen um (bzw. das Angebot von) Weiterbildungen sind ein wichtiger Bestandteil eines erfolgreichen Friseur-Profils. Das Verhältnis zwischen Salonleiter und Angestellten sollte offen und ungezwungen sein. Natürlich steht eine Sache aber stets im Mittelpunkt – die Kundenzufriedenheit.

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